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Woraus bestehen Nanolacke?

Die sogenannten ,,Nanolacke" sind in der Regel flüssige Beschichtungsstoffe, die im flüssigen Verarbeitungszustand aus Partikeln bestehen, die Durchmesser von wenigen Nanometern (nm) aufweisen. Die Partikel sind kolloidal gelöste Hydrolysate und Teilkondensate von vorwiegend Siliviumalkoxiden. Beim Aushärten entstehen anorganisch-organische Hybridnetzwerke. Weiterhin können auch kristalline Füllstoffe mit eingearbeitet werden, die ebenfalls Durchmesser von wenigen Nanometern besitzen. Wenn diese Nanopartikel entsprechend gut dispergiert sind, sind die Lackfilme sehr hart und transparent.

Was sind ihre besonderen Eigenschaften?

Aufgrund der meistens eingesetzten Silanverbindungen haften die Nanolacke sehr gut auf verschiedenen Untergründen. Die mechanische Härte ist in der Regel höher als vergleichbare konventionelle Lackmaterialien auf Basis organischer Polymere. Die ausgehärteten Materialien besitzen Trockenschichtdicken von wenigen Mikrometern (ca. 3-15 µm). Auf Grund ihrer sehr hohen dreidimensionalen Vernetzung sind die Schichten sehr diffusionsdicht und versiegeln damit beschichtete Oberflächen. Häufig sind die Schichten stark hydrophob und zeigen sog. "Easy-to-clean"-Eigenschaften.

Wie werden Nanolacke verarbeitet?

Die Verarbeitung der Lacke erfolgt analog zu konventionellen flüssigen Lackmaterialien über Verfahren wie z.B. Sprühen, Tauchen, Walzen etc. Die Aushärtung erfolgt meistens thermisch bei Temperaturen zwischen 100-220 °C, abhängig vom eingesetzten Material oder aber mittels UV-Strahlung.

Auf welche Materialien können diese Lacke aufgebracht werden?

Die Lacke haften auf fast allen Oberflächen gut. Die besten Ergebnisse erzielt man auf Leichtmetallen wie Aluminium, Magnesium sowie Edelstahl. Die Eigenschaften auf Eisen und Stahl sind nicht ganz vergleichbar den sehr guten Eigenschaften auf Leichtmetallen. Auf anorganischen Oberflächen (Glas, Keramik etc.) ist die Haftung sehr gut, erfordert allerdings eine abgestimmte Vorbehandlung der zu beschichtenden Oberfläche. Auf den meisten Kunststoffen ist die Haftung meist unproblematisch, sollte aber für jeden Polymertyp explizit angepaßt werden.

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